18.07. und 19.07.2003 / Erwin Wögerbauer, Edi Wollanek, Karin Breitenfellner, Franz Leibezeder

Von Präbichl nach Kalwang

Tag 1:
Mit schweren Rucksäcken (es ist ein Biwak geplant) begannen wir unsere Überschreitung der Eisenerzer-Alpen vom Präbichl (1232 m) zum Schoberpass. Es ging sofort einigermassen steil auf Serpentinen durch Buschwerk und später über Almwiesen zum Beginn des Thekla-Steiges. Diesem folgend geht es steil aufwärts Richtung Eisenerzer-Reichenstein Hütte (2128 m). Kurz vor der Hütte zweigten wir zum Gipfel des Eisenerzer Reichenstein (2165 m) ab. Schon den ganzen Aufstieg wehte sehr starker Wind und der sollte uns den ganzen weitern Weg am ersten Tag belästigen.
Auf der Hütte war ein ziemlich unsympatischer Hüttenwirt, daher blieben wir nicht lange.
Da wir erst um 15.00 weggegangen sind mussten wir uns beeilen, um zum geplanten Biwakplatz in der Nähe des Stadelsteins zu kommen.
Über Almwiesen ging es vorerst leicht Richtung Hohe Lins (2028 m). Unterwegs sahen wir drei Steinböcke, die wahrscheinlich mehr überrascht waren als wir.
Einigermassen steil ging es teilweise weiter hinunter und wieder leicht bergauf durch Latschenfelder entlang eines Nordhanges zum Niedertörl. Hier war der starke Wind besonders lästig.
Hier entschieden wir uns für den Abstieg Richtung Moosalm (1533 m) um zwischen Latschen zu biwakieren.
Bei einem romantischen Lagerfeuer beendeten wir den ersten Tourentag.
In der Nacht hörte der Wind auf und es folgte ein strahlend schöner, heisser Tag.

Tag 2:
Gleich in der Früh füllten wir unsere Trinkflaschen wieder auf, denn in diesem Teil der Alpen gibt es sehr wenige Wasserstellen.
Zuerst mussten wir wieder zum Niedertörl (1652 m) aufsteigen. Dann ging es gleich steil auf den Hochstein hinauf (1860 m) um die erste Aussicht zu geniessen.
In ein Kar hinab und gleich wieder hinauf auf das Wildfeld (2043 m) auf leicht ansteigendem Steig.
Ab nun ging es steil bergab auf einem Wiesensteig zum Teichenegg Sattel (1690 m). Hier wurde ausgiebig gerastet.
Vor uns liegt der Kragelschinken (1845 m). Durch Heidelbeerfelder (diese begleiteten uns dann den ganzen weiteren Tag) ging es hinauf und anschliessend wieder hinab und durch Wald entlang mehrerer Gupfe wieder hinauf zum Saukogel (1678 m).
Wieder hinab und hinauf zum Antonikreuz und weiter über einen Sattel hinab zum Brunneck-Sattel (1620 m). Unterwegs fand Franz einige Eierschwammerl.
Da wir schon sehr lange unterwegs waren und es ziemlich heiss war (und wir schon müde) entschieden wir uns das vor uns liegende Zeiritzkampel nicht mehr zu überschreiten.
Wir stiegen nach Kalwang hinunter. Über eine steile Rinne führte uns der Weg zur Achneralm (1217 m) hinunter. Hier weidete eine Gallowayherde und eine Kuh war besonders aggressiv und attakierte Karin, die sehr erschrak.
Von hier aus ging es, bis auf ein kurzes steiles Waldstück, nur mehr auf Strassen mässig abfallend entlang eines rauschendes Baches im Teichlinggraben endlos lang hinaus nach Kalwang (755 m).
Hier bewirteten uns sehr freundliche Kalwanger und brachten uns sogar zum Auto, das in Wald/Schoberpass hinterstellt war.

Gehzeit: Tag 1: 5 Std. / Tag 2: 6 1/2 Std.
Höhenmeter: Tag 1: ↑1177 m ↓924 m / Tag 2: ↑924 m ↓1739 m
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KARTE

30 km, n/a

 

 

 

   
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