19.07. und 20.07.2004 / Erwin Wögerbauer, Edi Wollanek

Von Hohentauern bis zur Planneralm

Tag1:
Heute stand eine der längsten und anstrengensten Touren dieses Abschnittes auf unserem Programm.
Da wir ein Biwak einplanen mussten waren und es unterwegs fast kein Wasser gibt, waren unsere Rucksäcke voll gepackt und dementsprechend schwer.
Um 8 Uhr begannen wir unsere Tour beim Gasthaus Moscher an der Triebenerstrasse (1230 m).
Zuerst ging es kurz hinunter und dann zuerst auf der Mautstrasse und dann auf Waldwegen hinauf zur Edelrautehütte (1706 m).
Hier wurde nocheinmal ausgiebig gefrühstückt und dann begann der Aufstieg auf den Bösenstein.
Entlang des grossen Scheibelsees gingen wir leicht ansteigend und dann steil bergauf in Serpentinen in eine Steilrinne die auf ein Kar mündet. In diesem Kar liegt die Grüne Lacke (2170 m), die letzte Wasserstelle für heute. Nocheinmal Wasser auffüllen und dann gings weiter hinauf durch das grosse Kar zwischen den Bösensteinen über Geröll und Schneefelder. Auf 2320 m liegt eine Scharte, von der aus wir Richtung Kleiner Bösenstein noch einige Meter anstiegen.
Jetzt ging es entlang der Bösenstein Westflanke in der Perwurzleiten über Geröll und später durch Latschen hinunter zum Perwurzpolster (1814 m).
Jetzt folgte wieder ein Anstieg auf einer Wiese Richtung Perwurzgupf. An diesen gingen wir südlich vorbei und folgten der Markierung zum Zinkenkogel (2233 m) hinauf.
Hinab ging es entlang eines Kammes über Wiesen zum Reitereck Sattel (1854 m).
Jetzt kam der schwierigste Teil dieses Tages. Über den kleinen Geiergogel hinweg ging es zum Einstieg in den gefährlichen Ostabhang des grossen Geierkogels. Ein sehr steiler Grashang mit teilweise losen Felsbrocken führte uns später leichter ansteigend auf den Hochschwung (2196 m).
Der folgende Abstieg in einen Sattel war leicht, allerdings waren wir schon müde und das Wasser wurde knapp. Von diesem Sattel nordwestl. der tieferliegenden Tubayseen ging es leicht ansteigend hinauf zur Nordseite des Schattnerzinkens auf ca. 2060 m. Hier gingen wir ohne Markierung entlang dieses Hanges auf einer Wiese weiter um später wieder auf die vom Schattnerzinken herabkommende Markierung zu treffen.
Da im Westen bedrohliche Gewitterwolken standen und es schon bedrohlich grollte, suchten wir eine Biwakmöglichkeit. Da wir aber noch immer auf einem Plateau waren und weit und breit keine Unterstellmöglichkeit war, mussten wir noch ein Stück in einen Sattel hinabgehen. Hier entschlossen wir uns nördlich hinabzusteigen, bis wir auf die ersten Bäume trafen. Gerade angekommen und einen guten Platz gefunden, schon begann es zu regnen. Da es einige Zeit ziemlich stark regnete mussten wir auf ein Lagerfeuer verzichten und kalt jausnen.
Der Biwakplatz ( ca. 1660 m) lag günstig neben einem kleinen Bach und so hatten wir für den nächsten Tag keine Wasserprobleme zu erwarten. Um Mitternacht zeigten sich wieder die Sterne und es deutete sich ein heisser Tourtag ab.

Tag 2:
Wie erwartet war es bereits in der Früh wolkenlos und wir stiegen frohen Mutes nach einem Frühstück wieder hinauf Richtung Seitnerzinken. Durch Almrausch stiegen wir zügig hinauf bis ca. 2000 m und gingen entlang des Nordhanges des Seitnerzinken weiter bis wir wieder auf die Markierung stiessen.
Jetzt stiegen wir mässig abfallen hinab bis zu einem monumentalen Steinmann auf einem Sattel (1970 m). Jetzt ging es wieder bergauf auf schönen Wiesen bis zum Gipfel des Schrattnerkogel (2104 m) und dann hinab auf terassenförmigen Plateaus zur kleinen Windlucke (1824 m).
Durch Latschen hinauf und wieder abwärts zur grossen Windlucke (1857 m). Hier stand der Kreuzkogel (2109 m) vor uns und wir bestiegen diesen auf steilen Serpentinen um drüben wieder ein Stück in einen Sattel (2023 m) hinunterzusteigen. Von diesem ging es dann auf die Breiteckkoppe (2144 m) und weiter wieder steil hinab in einen weiteren Sattel (1900 m).
Jetzt ging es leicht bergauf in einer Wiese um dann etwas bergabzusteigen zum Einstieg in den Kreuzberg. Um uns denn Anstieg zu sparen versuchten wir eine Abkürzung um den Kreuzberg zu umgehen. Das sollten wir spätestens nach kurzer Zeit bereuen, denn es begann ein Erlenbruch der immer dichter wurde und undurchdringlich war. Also mussten wir zuerts ein schönes Stück hinabsteigen um drüben dann sehr steil und ohne Weg aufsteigen um wieder zum Sattel nach dem Kreuzberg zu kommen. Diese „Abkürzung“ kostete uns die letzten Reserven und völlig ausgepumpt mussten wir eine Weile rasten um wieder zu Kräften zu kommen.
Jetzt stiegen wir zum Gipfel der Hintergullingspitz (2054 m) auf einem leicht ansteigendem Wiesenpfad hinauf. Nun sahen wir die letzte Hürde vor dem Plannerkessel. Wir mussten jetzt noch hinab in den Plientensattel (1902 m) auf steilem Serpentienenweg und dann steil hinauf auf den letzten Sattel vor dem Abstieg in den Plannerkessel wieder auf 2005 m.
Den letzten Abstieg zur Plannerhütte in den Plannerkessel (1575 m) bewältigten wir über eine Schiepiste. Müde kamen wir dann bei der Hütte an und liessen uns das verdiente Bier schmecken.

Gehzeit: Tag 1: 10 Std. / Tag 2: 9 Std.
Höhenmeter: Tag 1: ↑1957 m ↓1489 m / Tag 2: ↑1223 m ↓1320 m
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KARTE

29.2 km, n/a

 

   
GesamtGesamt91693
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