19.08. bis 21.08.2005 / Erwin Wögerbauer, Dornstädter Daniel, Leibezeder Franz, Edi Wollanek

ANKOGELGEBIET: Von der Gmünder-Hütte zur Osnabrückerhütte u.weiter zum Hannoverhaus

Der Mensch denkt und Gott lenkt.
Geplant war eine Überschreitung der Hochalmspitze und dann eine Überquerung bis nach Sportgastein.
Doch spielte uns das Wetter diesmal einen Streich.
Da ein Wettersturz für den dritten Tourtag angesagt worden war, änderten wir unseren Plan. Ursprünglich wollten wir über die Hochalmspitze und der Celler Hütte zum Hannoverhaus.

Tag 1:
Von der Gmündnerhütte (1186 m) im Maltatal stiegen wir auf sehr schönem Waldsteig bis zum Sporthotel Maltatal (1933 m) an der Staumauer des Kölnbreinspeichers hinauf. Nach einer kurzen Rast wanderten wir weiter entlang des Stausees auf einer Strasse bis zur Osnabrücker-Hütte (2026 m). Mit unseren sehr schweren Rucksäcken (Steigeisen und Klettersteigausrüstung) benötigten wir 6 Std.

Tag 2:
Wir hatten wieder eine sehr gemütliche Schutzhütte gefunden. Mit den Wirtsleuten Herbert und Anneliese mit den Hilfen Hanna und Jackline erlebten wir einen sehr gemütlichen und lustigen Hüttenabend. Das Essen war vorzüglich und die Schnäpse excellent.
Um 4 Uhr mussten wir nach einer sehr kurzen Nacht wieder aus den Betten.
Noch bei Dunkelheit begannen wir unsere heutige Tour.
Geplant war ein Übergang zum Hannoverhaus über den Ankogel-Ostgrat.
Da beim Abmarsch noch die Sterne zu sehen waren, waren wir frohen Mutes unser heutiges Ziel zu erreichen. Doch es sollte ganz anders kommen.
Zuerst hatten wir die Steilstufe hinauf zum Fallboden (2334 m) oberhalb des sehr gewaltigen Wasserfalls zu überwinden. Nach gut 50 Minuten standen wir bei der Weggabelung.
Hier entschloss ich mich nicht mit auf den Ankogel zu gehen, sondern alleine zum Hannoverhaus über die Grosselendscharte zu wandern, wo wir wieder zusammentreffen wollten.
Ich marschierte daher zügig weiter hinauf auf die Grosselendscharte (2674 m). Oben angekommen begann es zu regnen.
Jetzt ging es zuerst hinunter in ein Kar und dann entlang des Südhanges des Kleinhaps (hier eine ausgesetzte Stelle mit Seilen gesichert). Nun war noch der Aufstieg zum Hannoverhaus (2720 m) zu bewältigen.
Völlig durchnässt kam ich nach 4 ½ Std. in der Schutzhütte an. Hier wollte ich auf meine Kameraden warten, wir wollten dann noch bis zur Mindenerhütte weiterwandern.
Um 12:30 Uhr erhielt ich dann einen Anruf vom Hüttenwirt der Osnabrückerhütte, dass meine Kameraden die Tour auf den Ankogel abgebrochen hatten und zur Schutzhütte zurückgekehrt waren.
Ich beschloss daher auch wieder zurück zu gehen.
Bei starkem Regen begann ich den Rückweg.
Nach einer halben Gehstunde kam mir Wögi entgegen, er ist mir entgegengekommen um mich abzuholen.
Gemeinsam machten wir uns dann auf den weiteren Rückmarsch. Kurzzeitig hörte es zu regnen auf, aber auf der Grosselenscharte begann es wieder stark zu regnen und es begann auch zu donnern.
Wir beeilten uns daher und kamen nach 3 ½ Std. Marsch wieder bei der Osnabrückerhütte an.
In der Hütte konnten wir uns dann duschen und unsere Sachen trocknen.
Heute waren wir fast ganz alleine auf der Hütte.
Und wir hatten wieder grossen Spass bis spät in die Nacht.

Tag 3:
Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedeten wir uns vom Hüttenwirt Herbert.
Die Hüttenwirtin Anneliese war so nett und brachte unsere schweren Rucksäcke mit ihrem Auto hinunter ins Tal zur Gmündnerhütte.
Ich wollte mich noch ein wenig ausgehen und marschierte mit meinen Kameraden hinaus fast bis zur Staumauer. Hier las mich unsere Wirtin auf und brachte mich und die Rucksäcke hinunter.
Mit meinem Auto holte ich dann meine drei Kameraden oben bei der Staumauer wieder ab.
Auch am Sonntag regnete es in Strömen und wir waren alle froh wieder auf dem Heimweg zu sein.
Ein besonderer Dank und Gruss gilt den freundlichen und hilfsbereiten Leuten auf der Osnabrückerhütte - wir erlebten zwei unvergessliche Hüttenabende.

Gehzeit: Tag 1: 6 Std. / Tag 2: 8 Std. / Tag 3: 2 Std.
Höhenmeter: Tag 1: ↑840 m  / Tag 2: ↑1068 m ↓1068 m / Tag 3:  ↓100 m
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KARTE

24.1 km, n/a

 

   
GesamtGesamt84987
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