11.07.2010 bis 13.07.2010 / Erwin Wögerbauer, Franz Leibezeder, Daniel Dornstädter, Edi Wollanek

Vom Lesachtal (Osttirol über den Karnischen Höhenweg zum Kreuzbergpass (Südtirol)


Tag 1:
Über den Felbertauern fuhren wir mit zwei PKW Richtung Sexten. Beim Kreuzpass (Monte Croce) stellten wir ein Auto ab und fuhren mit dem zweiten PKW zurück nach Sankt Lorenzen im Lesachtal (1127 m). Um 14:30 Uhr begannen wir den Aufstieg zum Hochweissteinhaus (1867 m). Nach einem kleinen Abstieg hinunter zur Gail über eine steile Waldung überquerten wir den Bach und stiegen wieder hinauf bis zu einer Strasse. Diese führte immer bergauf bis zur Ingridhütte. Nach einer kurzen Rast war noch ein kurzer Aufstieg zu bewältigen, der uns hinauf zum Hochweisssteinhaus brachte. Bereits nach halber Strecke zogen Gewitterwolken über die Kämme herein und es donnerte auch ab und zu. Kurz vor der Schutzhütte begann das Gewitter. Wir waren gerade eingetreten begann es zu regnen und zu blitzen, das angekündigte Gewitter war voll da. In der neu renovierten Hütte war es aber gemütlich und nach einer angenehmen Dusche konnten wir das Abendessen geniessen. Das Wetter war wieder vorbei und die Sterne kammen zum Vorschein, ein wunderschöner Wandertag war in Aussicht.

Tag 2:
Nach gutem Frühstück, das wir vorsorglich sehr früh bestellten-es waren wieder Gewitter am Nachmittag angekündigt, begannen wir unsere heutige Tour hinüber zur Porzehütte. Nach Querung einer steilen Böschung mit nicht ungefährlichen Schneefeldern und kurzem Aufstieg erreichten wir das Luggauer Törl ( 2232 m). Auf einem alten Kriegsweg stiegen wir weiter zum Luggauer Sattel (2404 m) hinauf und erreichten die österr. italienische Grenze. An dieser entlang führte der Steig fast auf dem Kamm auf der österr. Seitee nach Westen. Nach immerwährendem Auf und Ab kamen wir zur Abzweigung beim Steinkarspitz (2524 m), den wir aber rechts liegen liessen. Der Steig wechselt hier auf die italienische Seite und führt in weiterem leichtem Auf und Ab weiter zur Hochspitzsenke (2314 m). Vor uns lag ein durch Seile gesicherter steiler Abstieg entlang der steilen Flanke des Hochspitz. Wieder ein Aufstieg und kurze Zeit später wieder hinunter zum Winklerjoch (2248 m). Der letzte Anstieg führte uns dann hinauf zum Bärenbadegg (2431 m), bevor der Steig endgültig hinunter zum Tilliacherjoch (2094 m) und weiter zur Porzehütte (1942 m) abfiel. Müde erreichten wir die Schutzhütte. Und warum eine Hütte in den Bergen Schutzhütte heisst, zeigte uns kurz nach unserer Ankunft das Wetter. Über das Gebiet der Porzehütte wanderte ein Sommergewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel. Nach einer Stunde klarte der Himmel aber wieder auf und wir konnten den Aufenthalt in der Hütte geniessen. Das Frühstück bestellten wir wieder für 5 Uhr früh um den angesagten Nachmittagsgewittern wieder auszuweichen.

Tag 3:
Nach dem zeitigen Frühstück begannen wir unsere letzte Tagesetappe hinüber zum Kreuzberg. Zuerst mussten wir einen Aufstieg bewältigen um auf den Heretriegel (2170 m) zu kommen. Nach dem Aufstieg führte der Weg fast eben auf einem Plateau dahin. Beim Heretriegel wechselt aber die Richtung und wir mussten zuerst nach links schwenken und einen Berghang hinuntersteigen um den oberen Stuckensee (2032 m) zu erreichen. Dieser kleine Bergsee liegt in eirer Bergmulde am Südhang der Filmoorhöhe. Diesen Hang mussten wir zuerst hinaufsteigen um dann nach rechts leicht ansteigend zur Filmoor-Standschützenhütte (2350 m) zu gelangen. Die Schutzhütte liegt sehr schön an der Ostseite des Kinigat, der sich majestätisch vor uns zeigte. Nach kurzer Rast ging es weiter hinauf zur Südflanke des Kinigat. Der Steig führte hier weiter leicht ansteigend auf einem Geröllfeld zum Filmoorsattel (2453 m) hinauf. Hier schwenkte der Steig wieder nach rechts und führte leicht abwärts entlang der sehr steilen Westflanke des Kinigat zu eimem Kar hinüber. Jetzt begann wieder ein steiler Aufstieg an der Südwand des Kleinen Kinigat entlang. Oben angelangt mussten wir hinüber zur Pfannspitze wandern. Immer Auf und Ab über Felsstufen und zuletzt nocheinmal steil hinauf. Auf der Pfannspitze (2601 m) hatten wir den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Schöne Ausblicke belohnten uns für unsere Anstrengung, doch zogen auch schon Wolken über die Hänge herauf, sodass wir unsere Gipfelrast nicht allzulang geniessen konnten. Der Abstieg über Felstufen zum Obstansersattel (2462 m) hinunter war teilweise ziemlich steil. Jetzt mussten wir noch den Cima Fugnoni (2561 m) ersteigen, bevor es endgültig hinunter zum Kniebergsattel (2329 m) ging. Der Steig wurde zum Weg und führte zuerst steil in grossen Serpentinen hinunter. Vor uns lag der markante Knieberg mit einem grossen Gipfelkreuz. Beim Kniebergsattel angelangt schwenkten wir nach rechts um hinunter zur Nemesalm zu wandern. Auf breitem Almweg gesäumt mit Almrausch und Arnika erreichten wir müde die Nemesalm (1877 m). Hier stärkten wir uns mit einem kleinen Imbiss. Den letzten Abstieg zum Kreuzberg (1636 m) hinunter mussten wir nochmals schwitzen, denn die Sonne schien wieder und es war sehr heiss geworden. Nach kurzer Rast beim Auto fuhren wir wieder nach Sankt Lorenzen in das Lesachtal hiüber und von dort dann nach Hause.

Eine wunderschöne Tour mit herrlichen Ausblicken und zwei starken Gewittern an den Nachmittagen war geschafft.

Gehzeit: Tag 1: 3 Std. / Tag 2: 8 Std. / Tag 3: 9 Std.
Höhenmeter: Tag 1: ↑920 m ↓180 m / Tag 2: ↑1480 m ↓1390 / Tag 3: ↑1410 m ↓1700 m
  • karnischer_01
  • karnischer_02
  • karnischer_03
  • karnischer_04
  • karnischer_05
  • karnischer_06
  • karnischer_07
  • karnischer_08
  • karnischer_09
  • karnischer_10
  • karnischer_11
  • karnischer_12
  • karnischer_13
  • karnischer_14
  • karnischer_15
  • karnischer_16
  • karnischer_17
  • karnischer_18
  • karnischer_19
  • karnischer_20
  • karnischer_21
  • karnischer_22
  • karnischer_23
  • karnischer_24
  • karnischer_25
  • karnischer_26
  • karnischer_27
  • karnischer_28
  • karnischer_29
  • karnischer_30
  • karnischer_31
  • karnischer_32

{gotop}

   

KARTE

72.8 km, n/a

 

   
GesamtGesamt91691
© LESS-ALLROUNDER-www.bakual.net